Iyor2008 - Von Korallenriffen und Smoker

Sie gibt es seit der frühen Erdgeschichte und wurden unter den vielfältigsten Umweltbedingungen erzeugt. Viele verschiedene Organismen wie kleinste Mikroben, urtümliche Korallen, große Meeresschwämme und korallenartig wachsende Muscheln bilden die Riffstrukturen dieser Erde, und das seit vielen Tausenden von Jahren.

So sind etwa die Gesteine der Alpen die gewaltigen Überreste eines vor über 200 Millionen Jahren entstandenen Riffes, das unter dem Meeresspiegel entstand. So bilden Fossile Riffe heute nicht nur den wichtigsten und größten Erdöl- und Erdgas Speicher der Welt, es wurden auch sehr reizvolle Landschaften, wie große Teile der Alpen, der Eifel des Harzes und auch der Schwäbisch-Fränkischen Schweiz geformt.

Aber die Bedrohung der heute lebenden Riffe hat durch immer weiter zunehmende menschliche Aktivitäten weltweit zugenommen und steht gerade wegen des globalen Klimawandels im Blickpunkt des Interesses. Die größte Bedrohung der Riffe entsteht durch die globale Erwärmung, Verschmutzung, Übernutzung und auch durch Naturkatastrophen. All das erfordert entschiedenes Handeln von uns und kann nur durch die Unterstützung einer großen und gut informierten Öffentlichkeit getragen werden.

Daher hat die Internationale Korallenriffinitiative (ICRI) auf der Generalversammlung im Oktober 2006 beschlossen, das Jahr 2008 zum Internationalen Jahr des Riffes (International Year of the Reef - IYOR) auszurufen.

1997 war das erste Internationale Jahr des Riffes und es wurde mit großem Erfolg versucht, das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu wecken, über die Tatsache, dass unsere Riffe stark bedroht sind. Nach über 10 Jahren später sollte 2008 eine neue Serie von öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten die Aufmerksamkeit für die Erhaltung und Schutz der Riffe wieder belebt werden.

So soll das Jahr des Riffes gerade in Deutschland erreichen, dass die Bevölkerung die Bedeutung, ihre Vielfalt, deren Reichtum und auch die Bedrohungen verstehen werden, denen unsere Riffe heute gegenüberstehen. So soll die Verantwortung eines jeden verdeutlicht werden, dass sich auch Deutschland, als Land ohne (lebende) Riffe, für den Erhalt und Schutz dieses so wichtigen Ökosystems (man kann es auch die "Regenwälder der Meere" nennen) mehr einsetzen muss.

Und auch unsere vielfältigen fossilen Riffe in Europa und Deutschland eignen sich dafür hervorragend, der Bevölkerung die Riffe im Wandel der Zeiten ein Stück näher zu bringen. Daher sind alle aufgerufen, sich mit vielfältigen Aktivitäten auch aktiv zu beteiligen. Besonders natürlich alle Organisationen und Institutionen die sich mit Geowissenschaften oder biologisch mit Riffen beschäftigen.

Egal ob beim Tauchen, Schnorcheln, oder im Glas-Boot fahren - jeder schaut sich gerne die Unterwasserlandschaft im Urlaub mit ihren vielen bunten und intakten Korallenriffen voller Fische und anderer Meeresbewohner an. Aber die Erwärmung unserer Meere und vor allem das Dynamitfischen gefährden die Riffe. Aus diesem Grund muss mehr Bewusstsein geschaffen werden. Gerade wer in tropisch warmen Gegenden am Meer seinen Urlaub verbringt, für den gehören der Schnorchel Ausflug oder diverse Tauchgänge zu den unvergesslichen Höhepunkten des Urlaubs. Die Vielfallt der bunten Fische, die vor einer wunderschön bizarren Kulisse aus lebenden Korallen entlang gleiten, oder sich darin verstecken. Wer genauer hinsieht, entdeckt Korallenbänke aus Kalk, die von Hartkorallen gebildet wurden. Sie schillern in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Als filigrane Fächer, oder tischähnliche Tafelkorallen, Korallen in Baum-, Kugel oder Spitzenform. Überall dazwischen wuchern Weichkorallen, Röhrenkorallen und Seefächer. Es gibt sogar kleine Bäumchen-Korallen, die sich bei Gefahr oder Annäherung blitzschnell im Boden verschwinden können. Trotz ihrer Optik, sind Korallen keine Pflanzen, sondern Tiere und gehören zu den Blumentieren vom Stamm der Nesselzellen.

So zählen Riffe heute zu den komplexesten und faszinierendsten Ökosystemen unserer Erde. Da sie auch im Übergang vom Tief- zum Flachwasser bilden, haben sie eine sehr große und wichtige Bedeutung als Wellenbrecher für den Küstenschutz. Auch für den Fischfang sind sie enorm wichtig, da Riffe für viele Arten als Kinderstube gelten und natürlich auch für den Tourismus; aber leider gefährden Urlaubstaucher auch zunehmend die Riffe. So haben Fischer oder Ausflugsboote achtlos ihre Anker in die Riffe geworfen. Oft wurde auch Fischfang mit Dynamit betrieben, leider mit fatalen Folgen, so dass in manchen Gegenden die Korallen zerstört wurden. Touristen werden nur unzureichend aufgeklärt und achten leider bis heute nicht auf ausreichenden Abstand zu den lebenden Korallen, die dann an den Stellen absterben, an denen sich die Schnorchler festhalten, sich draufstellen oder Stücke für die Souvenirsammlung zu Hause abbrechen.

Daher sollte das Internationale Jahr des Riffes weltweit für mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein des Unterwasserlebensraumes sorgen. Auch das Berliner Museum für Naturkunde koordiniert in diesem Zusammenhang in Deutschland Sonderausstellungen, Schulprogramme, Video Vorträge und Seminare. Besonders aktiv werden aber auch Urlaubsländer mit Riffen. Sie haben endlich erkannt, dass die Riffe mehr geschützt werden müssen. So wurde vom australische Bundesstaat Queensland ein interaktiver Online-Guide über das Great Barrier Reef herausgegeben. Dieser legt besonderen Wert auf die aktive Forschungs- und Riffschutzaktivitäten.

Wo befinden sich die schönsten Riffe auf unserer Erde?

Australien

Das größte Korallenriff der Welt ist das Great Barrier Reef mit mehr als 3.000 Einzelriffen und weit über 600 Inseln. Das Great Barrier Reef ist so groß, dass es sogar aus dem Weltall zu sehen ist. Bereits im Jahre 1981 wurde es durch die UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Für Australien ist das Great Barrier Reef zu einer wichtigen Touristenattraktion geworden. Das Korallenriff im Norden von Queenslands ist dort dem Festland am nächsten und so können die meisten Urlauber per Boot von Land aus die Ausflüge zum Riff unternehmen.

Ägypten/Sudan

Nur ein paar Flugstunden von Deutschland aus entfernt ist das Rote Meer. Von allen Küstenstädten und Touristenhochburgen kann man zu den Riffen rausfahren. Hier gibt es glasklares Wasser und die Sicht ist besonders gut. Während der Hochsaison liegt im Norden oft Boot an Boot. Da geht es im noch nicht so überlaufenden Süden noch viel ruhiger zu. Besonders im Sudan, denn von hier aus sind nur Tauchkreuzfahrten möglich.

Die Malediven

Besonders Tauchurlauber lieben die kleinen Atolle mit den weit über 1.200 Inseln, da alle von Korallenriffen umgeben sind. Alle kleinen Resort-Inseln haben eigene Hausriffe und Korallengärten die zum Schnorcheln einladen. Mit gut ausgestatteten Tauchschiffen können Tauchtouristen auch zu den Riffen der Umgebung fahren.

Thailand/Burma

Die Insel Koh Tao liegt im Golf von Thailand und beheimatet eines der größten Tauch-Ausbildungszentren der Welt. Noch schöner sind die Riffe an weit vom Festland abgelegenen Similan Islands und den Burma Banks in der Andamanensee.

Malaysia

Es gibt wunderschöne Riffe rund um die Inseln Sipadan, Mabul, Kapalai und Mataking an der Ostküste Sabahs. Hier befindet sich, vor allem wegen des Fischreichtums, eines der Top-Tauchgebiete der Welt. Auch sehenswert sind die Riffe vor der Ostküste Westmalaysias. Ganz besonders die Riffe vor den Inseln Perhentian, Redang und Tioman.

Indonesien

Indonesien hat über 17.000 Inseln mit sehr vielen Riff-Highlights. Besonders schöne Tauchspots gibt es in Bunaken, Nord-Sulawesi, Pulau Weh im Norden Sumatras. Schöne Tauchgebiete gibt es aber auch vor Bali, Lombok und den östlichen Inselgruppen.

Die Philippinen

Die Philippinen besitzen eines der vielfältigsten Korallenriff-Gebiete der Welt. Es gibt über 7.000 Inseln und vor fast jeder liegen Riffe. Viele Riff-Urlauber fahren aber nach Bohol mit seinen wunderschönen Korallengärten und Steilwänden. Oder nach Cebu mit vielen Großfischen vor Malapascua Island sowie Mindoro, Negros und Boracay.

Belize

Noch recht unbekannt und deshalb auch noch besonders unberührt ist das zweitgrößte Riff der Welt. Und das liegt im Golf von Mexiko vor der Küste von Belize. Hier gibt es auch das bekannte Blue Hole, das ein 135 Meter tiefer Krater ist. Hier gibt es besonders viele Haie und Schildkröten zu sehen.

Allerdings gibt es unter Wasser nicht nur schöne und angenehme Dinge. Auch Vulkane sind meistens ganz in der Nähe von solchen wunderschönen Korallenriffen. Und dort gibt es auch die sogenannten Black Smoker.

Black Smoker - Die Kaminschlote auf dem Meeresgrund

Aktive Vulkane gibt es nicht nur auf der Oberfläche der Erde, sondern auch unsichtbar in der Tiefe unserer Weltmeere. Es ziehen sich große Grabenstrukturen durch unsere Ozeane. Immer dort, wo verschiedene Erdplatten entweder in das Erdinnere abtauchen oder aufsteigen und als neue Erdkruste entstehen. Besonders in solchen "Nahtstellen" unserer Erdkruste ist immer auch vulkanische Aktivität zu finden. Es sind eindrucksvolle Vulkan-Phänomene tief auf dem Meeresboden. Viele Kilometer tief unter der Wasseroberfläche gibt es die sogenannten Black Smoker. Sie kommen zum Beispiel am Mittelatlantischen Rücken in 3600 Metern Tiefe oder in sehr aktiven Vulkanzonen im Pazifik vor.

Die Black Smoker sind hohe kaminartige Gebilde. Sie haben sich an heißen Tiefseequellen gebildet und bestehen meist aus Metallsulfiden, -oxiden und -sulfaten Sie wachsen immer dort, wo aktives ozeanisches Rückensystem mit vulkanischer Aktivität hoch an die Oberfläche kommt und kaltes Meerwasser durch Spalten tief in die ozeanische Kruste ins Erdinnere dringt. In den aktiven Vulkanzonen wird das Wasser dann von heißem Magma sehr hoch erhitzt und dieses heiße Wasser reagiert dann mit Gesteinen, löst Metalle und nimmt dabei vulkanische Gase in sich auf. Beladen mit dieser mineralischen Fracht wird es dann zurück nach oben an den Meeresboden gedrückt, wo es mit einer Temperatur von bis zu 350 Grad Celsius ausströmt. Das ausströmende Wasser ist voller metallhaltiger Fluide, vor allem Chloride, Sulfide von Eisen, Kupfer und Zink. Das Wasser kann aber wegen des hohen Druckes in der großen Tiefe nicht kochen.

Wenn es am Meeresboden austritt, trifft es mit dem etwa 2,8 Grad Celsius kaltem Wasser zusammen. Wenn die heißen und sauren Fluide jetzt mit dem kalten basischem und vergleichsweise sauerstoffreichem Meerwasser in Kontakt kommen, spalten sich die gelösten Mineralien wieder ab und es bildet sich der typische schwarze Rauch. Durch diese Ablagerungen entstehen dann die knorrigen, kaminartigen Strukturen der Black Smoker. Viele Geowissenschaftler und Biologen interessieren sich für diese hydrothermalen Phänomene. In der direkten Umgebung hat sich eigenes Leben angesiedelt. Es finden sich neben hitzebeständigen Bakterien, in der unmittelbaren Umgebung der Thermalen Quellen auch zahlreiche Muschelarten, Röhrenwürmer und Krabben.

Soviel zur Geschichte unter Wasser, auch über Wasser, besser gesagt auf dem Festland und, um noch konkreter zu werden, in fast jedem 5.Haushalt gibt es heute auch sogenannte Smoker. Allerdings haben diese, bis auf ein wenig Qualm, nur wenig mit den unterirdischen Vulkanen gemeinsam. Die Rede ist von dem heute so beliebten Grill Smoker oder auch BBQ Smoker.

Der Smoker Grill

Smoker Grills werden traditionell zum Grill Barbecue eingesetzt und deshalb auch Barbecue Smoker genannt. Der Name leitet sich ab, weil der so typische Rauch aus dem kleinen Kamin Schlot kommt. Sie werden aber auch BBQ Grills oder BBQ Smoker genannt. Aber mit all diesen Begriffen werden Grills in Verbindung gebracht, die speziell für indirektes Grillen mit Räuchereffekt ausgerüstet sind. Wer sich einen Smoker kaufen möchte, findet mittlerweile eine große Auswahl. Erfunden wurde der Smoker in den USA und ist in den Südstaaten sogar ein Kulturgut. Barbecue ist dort so beliebt, sodass fast jeder einen Smoker besitzt und es sogar zahlreiche Barbecue-Wettbewerbe gibt. Seit einigen Jahren wird aber auch die Fangemeinde in Europa und Deutschland für die Südstaaten-Barbecue-Kultur größer und möchten sich einen Smoker kaufen oder haben bereits einen gekauft.

Großer Vorteil im Gegensatz zu anderen Grilltypen ist, dass mit dem Smoker indirekt gegrillt werden kann. So gibt es bei den Smoker Grills eine Brennkammer und eine Garkammer. Die meisten Smoker Grills haben einen Kamin, wo der typische Rauch, der ihm auch den Namen verliehen hat, abziehen kann. Typisch ist bei den meisten Smoker Grills auch die tieferliegende, seitliche Feuerkammer. Aber je nach Modell kann ein Barbecue Smoker auch mehrere Garkammern haben. Über Lüftungsklappen kann die Sauerstoffzufuhr in der Feuerkammer gesteuert werden und so die Rauchintensität in der Garkammer variieren. Smoker Grills gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, die Smoker oder Barbecue Grills sind auf einem Rollwagen gebaut. So kann der teilweise sehr schwere Smoker bequem im Garten bewegt werden. Die großen Smoker Grills erkennt man sofort, meistens an den seitlichen angebrachten Feuerboxen, die wie kleinere Tonnen in der Seitenlage aussehen.

Kleine Smoker Grill Modelle haben meist keinen Kamin oder nur ein kurzes Kaminrohr. Die größeren Modelle sind sehr gut ausgestattet und verfügen zum Beispiel über seitliche Wärmeplatten und großzügige Ablagen. Viele Modelle haben sogar Fächer integriert für die Grillwerkzeuge. Die Luftzufuhr ist vor allem bei hochwertigen Smoker Grills sehr vielfältig einzustellen und die Garröste meist auch horizontal zu verstellen. Bei den Formen gibt es keine Grenzen, so gibt es Smoker in der Form von alten Dampfmaschinen. Es haben sich Anbieter darauf spezialisiert große Smoker zu bauen, die als Anhänger sogar ans Auto befestigt werden können und somit mobil sind. Andere Smoker Grills sind in Form von Tonnen konstruiert, dass sowohl das direkte Grillen, wie auch das indirekte Grillen möglich sind. So sind die Vorteile eines direkten Kugelgrills und eines Smokers vereint. Beim Barbecue werden grundsätzlich Temperaturen von 80-160 Grad verwendet. Durch die geringeren Temperaturen beim indirekten Grillen im Smoker kann vielmehr Fleisch und auch Gemüse gegrillt werden. Dicke Fleischstücke bleiben so über Stunden in der Garkammer. Beim direkten Grillen direkt über der Glut würden die Garwaren zu schnell verkohlen. Das Grillfleisch wird durch die geringeren Temperaturen und dem längeren Garvorgang auch innen sehr zart und bleibt saftig. So kann sich ein richtiges American Barbecue über Stunden hinziehen und die Smoker können über einen lange Zeitraum die Temperaturen konstant halten. Aber der Eigengeschmack durch den Räuchereffekt macht den Unterscheid aus und daher schwören so viele Grillfans mittlerweile auf das American BBQ mit dem Smoker Grill.

Sehr große und ausgefallene Smoker Grills können über zwei Meter lang sein. Sie sind aus dicken Stahlplatten gefertigt und wiegen über 400 Kilogramm. Die Grills müssen bei diesen Gewichten natürlich sehr gut und stabil verarbeitet sein. So verwendet man bei großen Modellen massive Speicherräder, um das hohe Gewicht der großen Smoker zu verteilen und sicher zu transportieren. Besonders hochwertige Smoker sind aus massivem Stahl gefertigt und, in der Farbe mattschwarz, meistens lackiert. Zur Befeuerung kann grundsätzlich Holzkohle und Holz verwendet werden. Wer einen platzsparenden Smoker sucht, für den ist der vertikale Smoker geeignet. Dieser funktioniert unter anderem auch nach dem Wasserräucherprinzip, damit kann das Fleisch nicht austrocken. Solche vertikale Räucheröfen-Konstruktionen sind meistens auch leichter und können dadurch einfacher transportiert werden. Es gibt aber auch viele Kugelgrills, die als Smoker angeboten werden. Diese eigenen sich auch als Profigrill und gibt es als Holzkohle- Gas- oder Elektrokugelgrill. Mit diesen hochwertigeren Kugelgrills als Smoker kann gebraten, gegrillt, geräuchert und gekocht werden. Vor allem auf großen Partys sind Kugelgrill Modelle sehr beliebt.

Wer sich einen Kugelgrill oder einen Smoker Grill kaufen möchte, ist gut beraten, sich bei einem guten Vergleichstest zu informieren wie beispielsweise dem Kugelgrill Test.